Samstag, 10. Januar 2015

[Rezension] Magisterium: The Iron Trial - Cassandra Clare

Deutsche Ausgabe: Magisterium: Der Weg ins Labyrinth
Ich habe die englische Version gelesen, daher kann es vorkommen, dass Eigennamen o.ä. anders lauten als im Deutschen. Ich bitte um Entschuldigung.




Sein ganzes Leben lang wurde Callum Hunt eingebläut, er müsse die Prüfung für das Magisterium in den Sand setzen. Er sollte dort alles Mögliche machen - aber ganz sicher nicht für die Schule zugelassen werden. Sein Dad höchstpersönlich, der dort ebenfalls früher Schüler war, ist der Meinung, dass die Schule für Magie der Tod eines Jeden ist.
Call besteht trotzdem die Prüfung, und bevor er sich versieht, ist er im Magisterium angekommen und unter die Fittiche eines Meisters genommen worden. Dennoch versucht er immer noch, von dort zu entkommen. Dann überschlagen sich die Ereignisse, und Call stellt fest, dass er nicht nur Freunde findet, sondern die Schule auch gar nicht so übel findet. Bloß blöd, dass sein Vater ihm wohl nicht ganz die Wahrheit gesagt hat...


Wie vermutlich unschwer schon aus anderen Posts herausgegangen ist, liebe ich Cassandra Clare. Das sage ich immer gleich vorneweg, damit sich niemand wundert, falls ich meine Objektivität verliere. ;) Allerdings hat an "Magisterium" nicht nur Cassandra Clare gearbeitet, sondern auch Holly Black - und obwohl die beiden gute Freunde sind, habe ich von Holly Black genau ein Buch gelesen. Das war schon ganz okay gewesen, aber das Ende hatte mich damals dermaßen in Rage versetzt, dass ich nie wieder auch nur eins anrühren wollte. Deshalb war ich... skeptisch ist untertrieben. Ich war SEHR neugierig auf Magisterium. Noch dazu, weil es ja teilweise echt heftig diskutiert wird. Zu kindlich? Zu Harry-Potter-mäßig? (Meiner Meinung nach ist man ja weder für das eine noch fürs andere zu alt!)
Bevor ich auf den Inhalt eingehe, möchte ich ausnahmsweise kurz auf das die Gestaltung verweisen - viele sagen, dass das deutsche schöner ist, aber ich finde, beide Verlage haben sich selbst übertroffen! Die englische Ausgabe hat nicht nur ein schönes Cover, sondern auch kleine Illustrationen innerhalb des Buches. Die deutsche Ausgabe glänzt mit einem schönen, schlichten Cover und goldenen Seitenrändern! (Wie es dort mit den Illustrationen aussieht, weiß ich nicht - hat jemand von euch es schon gelesen und kann mir Bescheid geben?)
Es dauerte also nicht lange, bis ich Magisterium in die Hand nahm und begann zu lesen. Leider ging es für mich sehr schleppend voran, etwas, das mir eigentlich selten passiert (besonders als flüssiger Englisch-Leser). Ich bin mir bis jetzt nicht ganz sicher, woran das lag - der Schreibstil ist nämlich schwer in Ordnung. Man merkt keinen Unterschied zwischen den beiden Autorinnen, sie ergänzen sich sehr gut, beschreiben detailliert genug, damit man sich alles vorstellen kann, aber dann auch nicht wieder so detailliert, dass man komplett überwältigt ist.
Ich denke, meine Schwierigkeiten hatten mehr mit Call selbst bzw. mit der etwas zähen Handlung zu tun. Ich konnte mir anfangs kein wirklich gutes Bild von Call machen - er wirkt oft trotzig, handelt widersinnig und es fiel mir schwer, das nachzuvollziehen. Darüber hinaus vergeht einiges an Zeit, bis es dann endlich zu den ("verpatzten") Prüfungen geht und Call schließlich im Magisterium landet. Sobald man allerdings erst einmal diesen Sprung geschafft hat, wird man belohnt: mit Call bin ich zumindest etwas wärmer geworden. Er ist eben zwölf Jahre alt - ich kann's ihm nicht verdenken, wer war in dem Alter schon immer komplett aufrichtig. ;) Dafür mochte ich seine Freunde Tamara und Aaron umso mehr. Beide sind sehr charakterstarke Kinder, beide sehr unterschiedlich und beide passten dennoch sehr gut zu Call. Schön ist auch, dass sie nicht von Anfang an einen auf "beste Freunde" machten, sondern erst lernen mussten, miteinander umzugehen.
Ein weiterer großer Pluspunkt, ist die Spannung, die sich immer und immer weiter steigert. Ich bin zum Ende hin regelrecht an den Seiten geklebt: wenn Black und Clare eines sind, dann Meister in Plottwists/unerwarteten Wendungen. Das Buch ist genial konstruiert, der Leser glaubt anfangs schon zu wissen, wie es weitergeht, und wird dann doch total in die Irre geführt. So überrascht war ich schon lange nicht mehr beim Lesen eines Buches, und das ist dann auch das, was mir zum Ende hin positiv in Erinnerung blieb! Ich will MEHR! 


"Magisterium: The Iron Trial" ist ein guter erster Teil. Der Anfang liest sich zwar etwas schleppend, aber sobald man sich an Cass gewöhnt und auch seine tollen Freunde kennen lernt, steigert sich die Spannung ins Unermessliche und man wird öfters komplett überrascht. Ich freue mich auf den zweiten Teil!


Titel: Magisterium: The Iron Trial
Paperback: 320 Seiten
Verlag: Doubleday Children
Reihe: 1/5
Preis: 11,80€
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Titel: Magisterium: Der Weg ins Labyrinth
Hardcover: 336 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: 1/5
Preis: 14,99€

Mittwoch, 7. Januar 2015

[Rezension] Onyx: Schattenschimmer - Jennifer L. Armentrout

Achtung! Da es sich bei dem Buch um einen zweiten Teil handelt, kann die Rezension Spoiler beinhalten!


Auch wenn sie die Arum zunächst zurückgestoßen haben, ist bei Katy und Daemon noch längst nicht alles in bester Ordnung. Im Gegenteil - zwischen beiden steht etwas, das sie immer und immer weiter auseinander zu bringen scheint. Katy weigert sich, ihre Gefühle gegenüber Daemon einzustehen. Sie versteht nicht, wie er sie lieben soll, wo er sie doch am Anfang so schlecht behandelt hat, und so versinkt sie tiefer in trüben Gedanken. 
Abgesehen davon bemerkt sie Veränderungen - plötzlich fallen Dinge herunter, sie bewegt Stühle. Was passiert mit ihr? Und was hat Daemon damit zu tun? Liebt er sie wirklich?


Ich muss zwei Geständnisse machen:
1. Bis ich eben "Onyx" gegooglet habe (für das Cover), hatte ich nicht die geringste Ahnung, wie sehr die Serie gehypt wird.
2. Ich bin froh, dass ich noch nicht schon früher an die Bücher gekommen bin. Nur wenige Tage nachdem ich den ersten Band beendet hatte, konnte mir eine Freundin den zweiten geben. (Auf den dritten Teil warten muss ich nun leider trotzdem.)
Onyx ist irgendwie harter Stoff. Und das meine ich nicht nur im metaphorischen Sinne von Onyx = harter Stein und so. Nein, ich war immer wieder überrascht und berührt von den Veränderungen, die alle Charaktere durchgemacht haben und durchmachen. Katy ist ein Wrack; tief in ihrem Selbstbewusstsein erschüttert isoliert sie sich, kann nicht glauben, was mit ihr passiert, kann sich nicht vorstellen, dass Daemon sie tatsächlich lieben könnte. Die Ereignisse haben sie verändert. Die Isolation wird noch verstärkt, als der neue Schüler Blake auftaucht und ihr sogar hilft, diese Veränderungen unter Kontrolle zu bringen. Sie trifft sich nicht mehr mit Dee, mit ihren anderen Freunden, liest nicht mehr, bloggt nicht mehr. Ich konnte Katy SO gut verstehen. Ich hatte von den Tiefen meines Herzens aus Mitleid mit ihr - ihr müsst wissen, ich mag Katy total gern. Seitdem sie uns als Buchbloggerin vorgestellt wurde und in die kleine Stadt gezogen ist, habe ich sie in mein Herz geschlossen. Mittlerweile habe ich Wind davon bekommen, dass viele diese leichten Depressionen, die Katy durchlebt, gar nicht gefallen haben - aber mal ganz im Ernst, ich hatte nur Mitleid mit dem Mädchen. Nichts als pures Mitleid, und ich wollte mir nicht ausmalen, wie es wohl wäre, in ihrer Haut zu stecken.
Daemon ist natürlich auch wieder von Anfang an mit im Spiel, doch auch er hat sich verändert. Wenn möglich, ist sein Bedürfnis, Katy zu schützen, nur noch stärker geworden, gleichzeitig entdecken wir eine andere, sanftere Seite an ihm. Ich glaube, es ist unnötig zu erwähnen, dass ich den Kerl liebe. Wer tut das nicht?
Mit Onyx kommt noch ein dritter, wichtiger Charakter ins Spiel, Blake. Da Katy sich nach etwas Normalität sehnt (wer kann ihr das schon verübeln), stellt er die vollkommene Ablenkung für sie da. Sie daten sich, aber immer hat Katy Daemon im Hinterkopf. Gleichzeitig behauptet Daemon stichfest, dass etwas mit dem Kerl nicht stimmt - aber es bleibt alles sehr verworren und unklar. Ich weiß nicht so recht, ich stand Blake immer etwas kritisch gegenüber, Jennifer L. Armentrout hat ihn als einen sehr undurchsichtigen, gleichzeitig vielschichtigen Charakter konstruiert. Gleichzeitig merkt man, dass diese Dreiecksbeziehung nur sein KÖNNTE, denn Katys Herz schlägt nicht wirklich für den Surferjungen Blake.
Diese Vielschichtigkeit existiert nicht nur bei Blake, sondern auch bei jedem Einzelnen der Charaktere - und das bringt mich zu dem Punkt, der mich unglaublich an Onyx begeistert hat. Ich habe selten ein Buch gelesen, das so viele und vor allem so viele vielschichtige Charaktere mit sich bringt! Oft hat man nur ein Gesicht, eine vage Charakterbeschreibung, und den Namen, den man nach ein paar Seiten wieder vergisst. Nicht bei diesem Buch. Jeder der Charaktere hat etwas, das ihn antreibt, verschiedene, verstrickte Motive. Und das beeindruckt. Das beeindruckt auch dann noch, nachdem man das Buch durchgelesen hat.
Der Schreibstil der Autorin bleibt genauso schlicht wie im Vorband, aber dennoch sehr bildlich und leicht zu verfolgen. An manchen Stelle hätte es ruhig etwas detaillierter sein können - meiner Meinung nach. Die Spannung, die vor allem in den letzten zwei Dritteln des Buches aufgebaut wird, ist sehr gelungen! Ich bin förmlich an den Seiten geklebt (und die, die mich stören wollten, haben ein paar böse Kommentare abgekriegt - was tut man nicht alles für ein störungsfreies Leseerlebnis), und wow, so viele Plotwenden! So viele Höhepunkte - auch wenn manche mehr oder weniger einfach zu durchschauen waren.
Ich bin begeistert. Ich will MEHR. Ich will mich in den April beamen und wissen, wie es mit Daemon und Katy weitergeht.


Onyx ist fast ein vollkommen perfekter zweiter Band, und alles andere als ein Lückenfüller! Man lacht, man weint, man bangt mit den Charakteren, und nach dem Zuschlagen des Buches will man nur eines - mehr! 
Bis auf ein paar Kleinigkeiten wie etwas unrunde Formulierungen oder Erklärungen war Onyx das pure Lesevergnügen für mich. Musthave für alle, die den ersten Teil schon mochten und von Daemon und Katy nicht die Finger lassen können!


Titel: Onyx: Schattenschimmer
Hardcover: 464 Seiten
Verlag: Carlsen
Reihe: 2/3
Preis: 19,99€
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Samstag, 3. Januar 2015

Sprung in die Vergangenheit... ääh Zukunft

31.12.2014, 21:14 Uhr

Liebe Leser, liebe Leserinnen,

ich habe mich bisher sehr schwer getan, diesen Post zu schreiben. Nun endlich möchte ich das nachholen und bitte daher um einige Minuten eurer Aufmerksamkeit…
Das, was ich jetzt zu sagen habe, sage ich nicht nur in meinem Namen, sondern auch in dem meiner geschätzten Mit-Autorin Bella, mit der die meisten von euch diesen Blog verbinden.
Und das ist auch okay so – ich habe nichts dagegen.
Dennoch sind wir zu zweit und das ist eine unumstößliche Tatsache.
Eine Tatsache, die ich vor einer Weile ziemlich missachtet habe.

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, war Bella stets die engagierte, die, die regelmäßig Rezensionen veröffentlichte und nach einiger Zeit blieb selbst das aus… Bella wollte nicht mehr. Hatte keine Lust mehr, weil ich mich nicht kümmerte… (was leider Gottes ziemlich typisch für mich ist. Ich bin zu bequem für die Welt ._.)
Zu meiner Verteidigung muss ich an diesem Punkt allerdings anführen, dass ich tatsächlich schon eine ganze Weile nichts mehr gelesen habe und deshalb auch gar nichts rezensieren konnte.
Na ja, zurück zum Privat-Gedudel und Hinter-der-Bühne Gebrabbel.
Bella wollte also nicht mehr – gut. Sie verließ den Blog, während ich ihn auf keinen Fall aufgeben wollte.
Jetzt allerdings sind wir zurück – nach einer Pause, die länger andauerte, als sie jemals geplant wurde. (Weil sie nie geplant wurde *hust*)
Wir haben neue Energie getankt und sind jetzt wieder für euch da – mit neuen Rezensionen, neuen Empfehlungen und neuem Gebrabbel :D
Das heißt – wenn ihr uns noch wollt…
Aus eben diesem Grund möchte ich eure Meinung hören: Was genau würdet ihr euch von uns wünschen?
Da ich es leider erst jetzt geschafft habe, diesen Beitrag zu schreiben, bin ich euch doch sicher eine Kleinigkeit schuldig oO

Ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachten? Wurden eure Wünsche erfüllt? Habt ihr schön und besinnlich gefeiert? Auch niemand von den Hackerattacken auf Sony und co. geärgert worden? (Wie ich? *hust* Da will man einmal was runterladen und dann direkt sowas xD)
Und aus akutem Anlass: Einen guten Rutsch ins neue Jahr wünsche ich!
Aber nicht von mir… ich denke, ihr könnt euch gleich von zwei Stimmen angesprochen fühlen. Ich kann wohl gutem Gewissen behaupten, dass Bella euch dasselbe wünschen würde. Wenngleich sie sicher einen weitaus stilvolleren Weg gefunden hätte, als ich es jemals schaffen würde ._.
Vermutlich wird in den folgenden Tagen noch ein kleiner Off-Topic Post folgen, aber Rezis sind definitiv in Planung. (Ich hab da so eine absolute Empfehlung für euch, auch wenn das Buch schon eine Weile auf dem Markt ist *_*)
Außerdem stehen ein paar Neuerungen zur Debatte – dazu aber mehr, wenn es jemals so weit sein sollte… Man kennt mich ja :P Bella ist da eher die treibende Kraft… seht mich als eine Art Esel. Wenn man mich nicht überzeugend genug überredet, werde ich auf den Gleisen stehen bleiben, auch wenn ein Zug kommt. (Okay – nicht wirklich schmeichelhaft für mich… Aber hey, man muss auch über sich selbst lachen können xD)
2014 war (bzw. ist, es sind ja noch zweieinhalb Stunden bis Mitternacht) sehr anstrengend für mich und ich hoffe, 2015 wird besser. Vieles ist dieses Jahr passiert – vieles, das ich gern ungeschehen machen würde. Vieles, das mich mit Wucht runter gezogen hat, aber es gab auch Dinge, die ich nicht missen wollte. Ich war viel unterwegs dieses Jahr.
Unterm Strich hätte es besser laufen können, war aber ganz… okay. Auch wenn ich einige Dinge niemals vergessen werde. Ich hoffe, euer Jahr war besser?
Na ja… genug Zeit verplempert. Meine Vorsätze für das nächste Jahr sind einfach: ich möchte weitermachen und nicht einknicken, ich möchte etwas schaffen und nicht kneifen und vor allem möchte ich, dass ich 2015 durchweg glücklich bin.
Ich sags mal so – was genau könnte mich noch großartig erschüttern?

Ein wundervolles neues Jahr mit vielen guten Geschichten wünsche ich euch, werdet der Held eures eigenen Romans und vergesst niemals, dass es sowohl gute als auch schlechte Dinge da draußen gibt. Die Magie ist da, vielleicht seht ihr sie nicht auf den ersten Blick, aber wenn ihr die Augen schließt und genau hinhört, könnt ihr sie vielleicht erahnen. Magie nicht im üblichen Sinne – nicht der Hokuspokus, von dem man immer mal wieder liest. Auch nicht der Hokuspokus aus Filmen, sondern die Magie des Augenblicks. Die Magie der Freundschaft. Die Magie der Familie oder der Liebe.
Ihr seid von Magie umgeben und ich wünsche euch, dass ihr sie für euch entdeckt und 2015 glücklich und gesund durchlaufen könnt.
Das Leben ist kurz, meine Freunde. Aber um Augustus Walters, ein Charakter aus einem wundervollen Buch, dass allen bekannt sein sollte, zu zitieren: „Das Leben ist schön, Hazel Grace.“
Ich kenne eure Namen nicht, also fühlt euch trotzdem angesprochen :)
Das Leben ist schön, wer auch immer das hier lesen sollte. Das Leben ist schön.

Und mit diesen Worten verabschiede ich mich für dieses Jahr, feiert schön, bleibt gesund und lest unseren Blog weiterhin,
Bella und Denise (in schreibender Rolle)

PS.: Haaach… an Silvester werde ich immer so nostalgisch. Nehmt mir das bitte nicht übel – ich freue mich gerade einfach nur auf das Feuerwerk ;D

Sonntag, 30. März 2014

[Rezension] Mystic City - Theo Lawrence


Aria Rose hat ihr Gedächtnis verloren. Alle sagen, sie hätte eine Droge namens Stic genommen. Aria kann sich zwar nicht vorstellen, warum das so ist - doch sie versucht sich an ihr "neues" Leben anzupassen. Ein Leben mit einem Verlobten, der bisher zu den Fosters, der gegnerischen Familie, gehörte.
Doch da ist noch Hunter. Hunter ist ein Rebell - jemand, den Arias Familie nicht einmal angucken würde. Aber Hunter ist anders...


Uff, dass ich das Buch gelesen habe, ist wirklich schon eine Weile her. Ich konnte mich nur nicht zu der Rezension aufraffen - kennt ihr das? Ihr beendet ein Buch, ihr wisst genau, wie ihr das Buch empfunden hat, aber diese Empfindungen derartig in Worte zu fassen, dass andere das nachempfinden können - das ist ziemlich schwer.
Vielleicht fange ich einfach mal mit dem Positiven an. In Mystic City ist mir nämlich etwas begegnet, das ich schon lange nicht mehr erlebt habe - eine (zumindest für mich) komplett neue Idee. Mit Mystikern, einer gespaltenen Welt, ja, regelrecht dystopisch angehaucht. Ich mag die Idee, sie gefällt mir wirklich gut. Theo Lawrence hat sich da etwas ausgedacht, das sicher nicht jedem einfallen würde.
Leider sehe ich schon bei der Umsetzung einige Probleme. So gut mir die Idee an sich auch gefällt, so fürchte ich auch, dass man etwas mehr daraus hätte holen können. Ich weiß es nicht, ob es an dem Schreibstil liegt, vielleicht auch an der Übersetzung - aber egal, was der Autor schrieb: ich schien es immer aus einer gewissen Distanz zu betrachten. Ich war nicht dabei, obwohl ich es gelesen hatte. Ich konnte nicht begreifen, was geschieht, obwohl ich dabei war.
Auch mit der Protagonistin Aria konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Aria ist ein Mädchen, das im Luxus lebt, das viel hat und trotzdem nicht viel weiß. Ja, das hört sich jetzt gemein an - aber irgendetwas an der Art, wie sie sich verhält, den Dingen, die sie sagt, passt mir nicht. Aus ihrer Perspektive zu lesen, wirkt affektiert. Wie gern hätte ich sie gepackt und einfach nur geschüttelt!
Dafür haben mir die anderen Charaktere umso besser gefallen - ob sie nun eine positive Seite verkörperten oder nicht. Immerhin hatten sie Charakter. Da war Hunter, der weiß, wofür er kämpft. Thomas (Arias Verlobter), der immerhin seine eigenen Ziele verfolgt. Arias Eltern, die zwar kalt, aber dennoch irgendwie gut durchdacht waren. Nur bei Aria selbst scheint Lawrence nicht so viel Erfolg gehabt zu haben.
Mir hat die Geschichte allgemein ziemlich gut gefallen; das war ja auch das, was ich vorhin betont habe. Es sind ausreichend Spannung und auch gute Wendungen dabei, die ich so ganz sicher nicht erwartet hatte. Dennoch fiel es mir schwer, voran zu kommen. Das schiebe ich an der Stelle allerdings auf die Übersetzung - ansonsten ist das Buch wirklich... ja, okay. Okay hört sich grundsätzlich doof an (Kennt ihr das? "Nett" ist der kleine Bruder von...? So hört sich auch Okay an. :D), aber ich glaube, dass man bei Mystic City sich einfach die Meinung selber bilden muss. Ob ich den zweiten Band lesen muss? Nicht unbedingt. Ich glaube, ich komme auch gut damit aus, nicht zu erfahren, was mit Aria und Hunter passiert...


"Mystic City" ist ein durchschnittlicher erster Band. Die Geschichte, die sich der Autor ausgedacht hat, ist gut - dennoch hapert es an der Umsetzung. Auch mit der Protagonistin Aria hatte ich einige Schwierigkeiten. Letztendlich ist es nicht unbedingt ein Must-Read - wer aber (wie ich) von dem Cover und auch der Geschichte angefixt wird, sollte es dennoch mal probieren!


Titel: Mystic City
Hardcover: 416 Seiten
Verlag: Ravensburger
Reihe: 1/3(?)
Preis: 16,99€
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Sonntag, 9. März 2014

[Rezension] Sturz in die Zeit - Julie Cross

Originaltitel: Tempest


Der neunzehnjährige Jackson ist eigentlich ein ganz normaler Junge - abgesehen von der Tatsache, dass er durch die Zeit reisen kann. Er weiß nicht, wieso, er weiß auch nicht genau, wie. Mit seinem Kumpel Adam macht er Versuche, er ist der Einzige, der außer ihm noch davon weiß.
In letzter Zeit passiert es daher häufiger, dass er seine Freundin Holly versetzt. Eines Tages will er in ihre Wohnung, sie ist sauer auf ihn - bis plötzlich zwei Männer eindringen und Holly vor seinen Augen erschießen.
Kann man das Unmögliche möglich machen? Kann Jackson zurück reisen und Holly vielleicht sogar retten?


Ein besonderes Buch! Das beginnt schon bei dem Protagonisten. Ich weiß nicht, wie es euch geht - aber ich persönlich lese nicht sehr oft von männlichen Hauptfiguren, ganz zu schweigen aus der Ich-Perspektive! Das hat mir aber sehr gut gefallen, ist auch einmal etwas anderes. 
Das Thema "Zeitreisen" ist zwar eher ein bisschen ausgelutscht, aber hier gut ausgeleuchtet. Die Autorin hat nämlich keine klassischen Zeitreisen gewählt, kein Schema á la Rubinrot, sie hat sich nämlich etwas ganz Eigenes ausgedacht. Allein das hat mir schon ziemlich gut gefallen, denn man merkt, dass Julie Cross sich wirklich Gedanken über das, was sie schreibt, gemacht hat. Wenn man "Sturz in die Zeit" aufschlägt, dann kriegt man keine lückenhaften Ideenfetzen präsentiert: man stößt auf eine gut durchdachte und geplante Story.
Kaum dass ich mit dem Lesen begonnen habe, war ich auch schon mittendrin im Geschehen. Jackson und Adam machen gerade ein paar Experimente, obwohl sie eigentlich gerade m
it Holly und ein paar anderen Kinder beaufsichtigen. So erfuhr ich schon die ersten Details über Jacksons Fähigkeit - und war gleich angeregt, weiter zu lesen. Die Kapitel sind meistens etwas kürzer, was das Lesen zusätzlich angenehm macht. Der Stil der Autorin trägt sein weiteres dazu bei - ich fand ihn wirklich sehr angenehm, sehr locker und nicht irgendwie zu detailliert. Ich habe das Buch wirklich förmlich verschlungen, dass ich so gefesselt wurde, ist mir schon lang nicht mehr passiert.
Die Handlung trägt da natürlich noch ihren Teil bei. Sie ist nämlich nicht nur gut gedacht, sondern das Buch ist auch so angelegt, dass da nicht NICHT Spannung aufkommt. Ich verfolgte Jackson bei seinen Sprüngen - ganz einfach, denn bei jedem Kapitel stand das Datum und auch die Zeit drüber, um einfacher mitdenken zu können.
Mir hat Jackson ziemlich gut gefallen. Der Junge ist weder auf den Mund noch auf den Kopf gefallen, er ist ein reifer, junger Mann, der aber auch gerne mal impulsiv handelt. Nicht, weil er dann dumm und unüberlegt wirkt - im Gegenteil. Im Laufe des Buches trifft er sogar noch so einige Entscheidungen, die ich nicht von ihm erwartet hätte. Ich bin also mehr als positiv überrascht!
Auch Holly (sowohl die "alte" als auch die junge, die im Verlauf des Buches auftaucht) ist ein sehr liebes Mädchen. Vielleicht ein wenig misstrauisch, nicht so spontan wie Jackson. Trotzdem passen die beiden zusammen wie ein Puzzleteil zum anderen. (Und was meint ihr, wie erfrischend es ist, wenn schon von Anfang an feststeht, wer zusammen ist! :P)
Alles in allem hat mir "Sturz in die Zeit" wirklich gut gefallen - sonst hätte ich es wohl kaum so schnell gelesen. Es ist wieder mal ein erster Band, aber hier habe ich ein gutes Gefühl, ich glaube, dass die Geschichte und die Autorin wirklich noch so einiges für uns bereithalten. Daumen hoch!


"Sturz in die Zeit" ist der gelungene Auftakt einer Trilogie rund um Jackson und das Zeitreisen. Schon allein die Tatsache, dass es einen männlichen Protagonisten gibt, macht die Geschichte für mich zu etwas Besonderem und ich habe sie regelrecht verschlungen. Volle Punktzahl!


Titel: Sturz in die Zeit
Hardcover: 512 Seiten
Verlag: Fischer FJB
Reihe: 1/3
Preis: 16,99€
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