Samstag, 28. Februar 2015

[Rezension] Wir beide, irgendwann - Jay Asher, Carolyn Mackler

Originaltitel: The Future of Us


Bis vor kurzem waren Josh und Emma beste Freunde. Dann verliebte er sich in Emma - und sie entfernten sich. Als Emma jedoch einen neuen Computer bekommt und plötzlich auf ihre eigene Facebook-Seite aus der Zukunft klickt, ist Josh zufällig in der Nähe und schon bald entdecken sie auch seine Facebook-Seite. Doch was steckt dahinter? Wie oder weshalb können sie ihre Zukunft sehen - und auch beeinflussen...?


"Wir beide, irgendwann." Das sagte ich zu diesem Buch vor ca. zweieinhalb Jahren. Schon als es erschienen ist, dachte ich mir, super, muss ich lesen, aber wie es dann manchmal so ist... Mittlerweile war es dann als Taschenbuch erschienen und als meine Mutter mich in der Buchhandlung fragte (eine sehr verhängnisvolle Frage), was sie nehmen sollte, habe ich ihr das Buch in die Hand gedrückt. Eigener Profit, ihr wisst schon.
"Wir beide, irgendwann" ist nicht nur ein simples Buch, sondern gleich zwei Autoren haben daran mitgewirkt und es wird aus zwei Sichtweisen - Emmas und Joshs - geschildert. Manchmal ist es ja so, dass man merkt, wann der eine Autor und wann der andere schreibt (besonders bei Mann und Frau unterscheidet sich ja der Schreibstil doch ganz gern mal), aber das ist hier überhaupt nicht der Fall. Ich könnte nicht sagen, wer hinter Emma und wer hinter Josh steckt. Beide Schreibstile ähneln sich (zumindest in meinen Hobby-Leser-Augen), ob das jetzt gut ist oder nicht sei mal dahingestellt. Ich für meinen Teil habe oft ein zweites Mal nachschauen müssen, aus wessen Sicht das Kapitel gerade ist. :'D Vielleicht hat das auch daran gelegen, dass das Buch wirklich... einfach zu lesen ist. Keine komplizierten Umschreibungen, ellenlangen Sätze oder etwas in der Art. Ich glaube, ich habe kaum drei Tage dazu gebraucht. 
Wenn man dann mal über den Schreibstil-Teil hinaus sieht, dann sind sich Emma und Josh doch nicht mehr ganz so ähnlich. Beides natürlich Teenager und gehen in dieselbe Stufe - Emma ist dann aber fest entschlossen, ihre Zukunft (zu ihrem Gunsten) zu ändern, Josh findet das Ganze gar nicht so gut. Was sich liebt das neckt sich, oder wie sagt man so schön? ;) Tja, die beiden müssen sich zu Anfang erst einmal annähern, ich nehme aber hier so viel vorneweg, dass ich euch sagen kann: viele Überraschungen birgt die Geschichte auch nicht.
Ein Problem, das ich sowohl mit Emma als auch mit Josh hatte, ist, dass ich mit ihnen einfach nicht warm geworden bin. Ich habe das Buch zügig gelesen, mich nicht groß an ihnen gestört, aber da hörte die Beziehung dann auch schon auf. Ich habe mich nicht emotional mit ihnen verbunden gefühlt, nicht mitgefiebert, nada. Schade, aber das kommt eben alle paar Bücher vor (zumindest in meinen literarischen Kreisen, oder habt ihr da ein besseres Händchen für?).
Zum Schluss habe ich noch einen Kritikpunkt, von dem ich selbst nicht ganz so genau weiß, ob ich das jetzt als Kritik aufbringen kann - das Ganze Facebook-Zukunfts-Element ist zwar eine schöne Idee, aber es passt irgendwie genremäßig nicht so rein. Ich mag solche abgedrehten, "unlogischen" Elemente nicht in sonst bodenständigen Geschichten. ... aber da hätte ich auch früher drüber nachdenken können.


"Wir beide, irgendwann" - nein, glaube eher nicht. Beide Autoren haben zwar angenehme Schreibstile und das Buch liest sich flott, aber mehr auch leider nicht. Es fehlte mir an Tiefe und einer Erklärung für die Facebook-Geschichte. An sich eine schöne Idee, doch letzten Endes nur ein leichtes Lesevergnügen.


Titel: Wir beide, irgendwann
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Goldmann
Reihe: -
Preis: 9,99€
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Sonntag, 8. Februar 2015

[Rezension] Mythos Academy 6: Frostkiller - Jennifer Estep

Originaltitel: Killer Frost

Achtung! Da es sich bei "Frostkiller" um den letzten Teil einer Reihe handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten!


Nach all den Ereignissen der letzten Monate ist es so weit: der finale Kampf gegen Loki steht vor der Tür. Gwen hat zwar das Armband mit den Lorbeerblättern, aber wie genau es eingesetzt werden muss, weiß sie nicht. Trotzdem hat sie keine Wahl: sie muss sich wappnen - denn Loki wartet nicht...


Die Reihe rund um Gwen, Logan und Co. war schon immer eine derer, auf die ich gerne in meinem Bücherregal gezeigt habe und sagte: "Die sind gut. Die mag ich." Aber auch die schönen Buchreihen enden früher oder später. Und immerhin, das rede ich mir so einfach schön, habe ich jetzt eine weitere Buchreihe abgeschlossen.
Der Einstieg in Frostkiller funktioniert einwandfrei, auch wenn Frostnacht etwas länger her ist. Wie auch schon in den vorherigen Bänden erläutert Jennifer Estep mal kürzer, mal länger die Hintergrundinfos, damit man sich wieder gut zurechtfindet.
Gwen ist mittlerweile nicht mehr das naive, nichtsahnende Mädchen von Band 1. Sie kann jetzt mit einem Schwert umgehen, ist Nikes Champion - und hat die Aufgabe erhalten, die Welt zu retten. Und, so nebenher, ihre Beziehung mit Logan. Diese hat noch immer einen Knacks, sobald die beiden sich näher kommen, geschieht wieder etwas: dennoch gehören sie zusammen.
Eigentlich gibt es keinen der Mythos Charaktere, den ich nicht leiden kann: von Daphne über Nickamedes bis hin zu Gwens Cousine Rory - sie alle bekommen ihre eigene Rolle und ihren eigenen Charakter. Das ist etwas ganz Wundervolles, denn natürlich liegt der Fokus auf Gwen, aber die anderen Figuren werden doch nicht außen vor gelassen. Selbst Gwens Erzfeindin Vivian Holler ist irgendwo ein selbstständig denkendes Mädchen, nicht nur ein bösartiger Mensch, der Gwen schaden will. 
Genau wie in den anderen Büchern ist Frostkiller ein Pageturner, das vor allem an dem simplen, stetigen Schreibstil der Autorin liegt. Auch wenn nicht immer die Spannung auf 100% ist: es macht trotzdem verdammt viel Spaß, zu lesen.
Mein einziger Kritikpunkt liegt dieses Mal an der Handlung. Ich hab's eben schon gesagt, es war nicht super actionreich - klar gab es Höhepunkte, aber eben nicht die ganze Zeit (und das ist okay so). Es ist nur so, dass es mich nicht überrascht hat. Es war alles etwas voraussehbar, und darüber hinaus kam es mir oft sehr... gekünstelt bzw. unrealistisch vor, was mir vorher leider noch nie passiert ist. Sonderlich gestört hat mich das jetzt im Gesamtbild nicht.
Und zum Ende der Rezension kommen wir... zum Ende ;) Wer hätte es gedacht :P Das Ende, das Frau Estep geschrieben hat, ist ebenso okay. Es ist ein Ende, bei dem man sich nicht die Haare raufen und "Ach herrje" denken muss, aber ich werde auch nicht die Hände zusammenschlagen und "Halleluja" rufen. Das Ende ermöglicht mir, Tschüss zu sagen, doch es war - wie auch Teile der Handlung - sehr einfach vorauszuschauen.
Dennoch will ich die Erfahrung mit der Mythos Academy nicht wissen - und wer weiß, vielleicht gibt es ja eines Tages weitere Geschichten, die dort spielen...


"Frostkiller" ist ein würdiger Abschluss für die Mythos Academy Reihe rund um Gwen und ihren Kampf gegen Loki. Alle wichtigen Fragen wurden beantwortet und das ermöglicht mir, Abschied von all den wunderbaren Charakteren zu nehmen. Es gibt zwar ein paar Kritikpunkte an der Handlung, dennoch ist es ein gelungenes Buch.


Titel: Mythos Academy 6: Frostkiller
Broschüre: 432 Seiten
Verlag: ivi
Reihe: 6/6
Preis: 16,99€
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Samstag, 10. Januar 2015

[Rezension] Magisterium: The Iron Trial - Cassandra Clare

Deutsche Ausgabe: Magisterium: Der Weg ins Labyrinth
Ich habe die englische Version gelesen, daher kann es vorkommen, dass Eigennamen o.ä. anders lauten als im Deutschen. Ich bitte um Entschuldigung.




Sein ganzes Leben lang wurde Callum Hunt eingebläut, er müsse die Prüfung für das Magisterium in den Sand setzen. Er sollte dort alles Mögliche machen - aber ganz sicher nicht für die Schule zugelassen werden. Sein Dad höchstpersönlich, der dort ebenfalls früher Schüler war, ist der Meinung, dass die Schule für Magie der Tod eines Jeden ist.
Call besteht trotzdem die Prüfung, und bevor er sich versieht, ist er im Magisterium angekommen und unter die Fittiche eines Meisters genommen worden. Dennoch versucht er immer noch, von dort zu entkommen. Dann überschlagen sich die Ereignisse, und Call stellt fest, dass er nicht nur Freunde findet, sondern die Schule auch gar nicht so übel findet. Bloß blöd, dass sein Vater ihm wohl nicht ganz die Wahrheit gesagt hat...


Wie vermutlich unschwer schon aus anderen Posts herausgegangen ist, liebe ich Cassandra Clare. Das sage ich immer gleich vorneweg, damit sich niemand wundert, falls ich meine Objektivität verliere. ;) Allerdings hat an "Magisterium" nicht nur Cassandra Clare gearbeitet, sondern auch Holly Black - und obwohl die beiden gute Freunde sind, habe ich von Holly Black genau ein Buch gelesen. Das war schon ganz okay gewesen, aber das Ende hatte mich damals dermaßen in Rage versetzt, dass ich nie wieder auch nur eins anrühren wollte. Deshalb war ich... skeptisch ist untertrieben. Ich war SEHR neugierig auf Magisterium. Noch dazu, weil es ja teilweise echt heftig diskutiert wird. Zu kindlich? Zu Harry-Potter-mäßig? (Meiner Meinung nach ist man ja weder für das eine noch fürs andere zu alt!)
Bevor ich auf den Inhalt eingehe, möchte ich ausnahmsweise kurz auf das die Gestaltung verweisen - viele sagen, dass das deutsche schöner ist, aber ich finde, beide Verlage haben sich selbst übertroffen! Die englische Ausgabe hat nicht nur ein schönes Cover, sondern auch kleine Illustrationen innerhalb des Buches. Die deutsche Ausgabe glänzt mit einem schönen, schlichten Cover und goldenen Seitenrändern! (Wie es dort mit den Illustrationen aussieht, weiß ich nicht - hat jemand von euch es schon gelesen und kann mir Bescheid geben?)
Es dauerte also nicht lange, bis ich Magisterium in die Hand nahm und begann zu lesen. Leider ging es für mich sehr schleppend voran, etwas, das mir eigentlich selten passiert (besonders als flüssiger Englisch-Leser). Ich bin mir bis jetzt nicht ganz sicher, woran das lag - der Schreibstil ist nämlich schwer in Ordnung. Man merkt keinen Unterschied zwischen den beiden Autorinnen, sie ergänzen sich sehr gut, beschreiben detailliert genug, damit man sich alles vorstellen kann, aber dann auch nicht wieder so detailliert, dass man komplett überwältigt ist.
Ich denke, meine Schwierigkeiten hatten mehr mit Call selbst bzw. mit der etwas zähen Handlung zu tun. Ich konnte mir anfangs kein wirklich gutes Bild von Call machen - er wirkt oft trotzig, handelt widersinnig und es fiel mir schwer, das nachzuvollziehen. Darüber hinaus vergeht einiges an Zeit, bis es dann endlich zu den ("verpatzten") Prüfungen geht und Call schließlich im Magisterium landet. Sobald man allerdings erst einmal diesen Sprung geschafft hat, wird man belohnt: mit Call bin ich zumindest etwas wärmer geworden. Er ist eben zwölf Jahre alt - ich kann's ihm nicht verdenken, wer war in dem Alter schon immer komplett aufrichtig. ;) Dafür mochte ich seine Freunde Tamara und Aaron umso mehr. Beide sind sehr charakterstarke Kinder, beide sehr unterschiedlich und beide passten dennoch sehr gut zu Call. Schön ist auch, dass sie nicht von Anfang an einen auf "beste Freunde" machten, sondern erst lernen mussten, miteinander umzugehen.
Ein weiterer großer Pluspunkt, ist die Spannung, die sich immer und immer weiter steigert. Ich bin zum Ende hin regelrecht an den Seiten geklebt: wenn Black und Clare eines sind, dann Meister in Plottwists/unerwarteten Wendungen. Das Buch ist genial konstruiert, der Leser glaubt anfangs schon zu wissen, wie es weitergeht, und wird dann doch total in die Irre geführt. So überrascht war ich schon lange nicht mehr beim Lesen eines Buches, und das ist dann auch das, was mir zum Ende hin positiv in Erinnerung blieb! Ich will MEHR! 


"Magisterium: The Iron Trial" ist ein guter erster Teil. Der Anfang liest sich zwar etwas schleppend, aber sobald man sich an Cass gewöhnt und auch seine tollen Freunde kennen lernt, steigert sich die Spannung ins Unermessliche und man wird öfters komplett überrascht. Ich freue mich auf den zweiten Teil!


Titel: Magisterium: The Iron Trial
Paperback: 320 Seiten
Verlag: Doubleday Children
Reihe: 1/5
Preis: 11,80€
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Titel: Magisterium: Der Weg ins Labyrinth
Hardcover: 336 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: 1/5
Preis: 14,99€

Mittwoch, 7. Januar 2015

[Rezension] Onyx: Schattenschimmer - Jennifer L. Armentrout

Achtung! Da es sich bei dem Buch um einen zweiten Teil handelt, kann die Rezension Spoiler beinhalten!


Auch wenn sie die Arum zunächst zurückgestoßen haben, ist bei Katy und Daemon noch längst nicht alles in bester Ordnung. Im Gegenteil - zwischen beiden steht etwas, das sie immer und immer weiter auseinander zu bringen scheint. Katy weigert sich, ihre Gefühle gegenüber Daemon einzustehen. Sie versteht nicht, wie er sie lieben soll, wo er sie doch am Anfang so schlecht behandelt hat, und so versinkt sie tiefer in trüben Gedanken. 
Abgesehen davon bemerkt sie Veränderungen - plötzlich fallen Dinge herunter, sie bewegt Stühle. Was passiert mit ihr? Und was hat Daemon damit zu tun? Liebt er sie wirklich?


Ich muss zwei Geständnisse machen:
1. Bis ich eben "Onyx" gegooglet habe (für das Cover), hatte ich nicht die geringste Ahnung, wie sehr die Serie gehypt wird.
2. Ich bin froh, dass ich noch nicht schon früher an die Bücher gekommen bin. Nur wenige Tage nachdem ich den ersten Band beendet hatte, konnte mir eine Freundin den zweiten geben. (Auf den dritten Teil warten muss ich nun leider trotzdem.)
Onyx ist irgendwie harter Stoff. Und das meine ich nicht nur im metaphorischen Sinne von Onyx = harter Stein und so. Nein, ich war immer wieder überrascht und berührt von den Veränderungen, die alle Charaktere durchgemacht haben und durchmachen. Katy ist ein Wrack; tief in ihrem Selbstbewusstsein erschüttert isoliert sie sich, kann nicht glauben, was mit ihr passiert, kann sich nicht vorstellen, dass Daemon sie tatsächlich lieben könnte. Die Ereignisse haben sie verändert. Die Isolation wird noch verstärkt, als der neue Schüler Blake auftaucht und ihr sogar hilft, diese Veränderungen unter Kontrolle zu bringen. Sie trifft sich nicht mehr mit Dee, mit ihren anderen Freunden, liest nicht mehr, bloggt nicht mehr. Ich konnte Katy SO gut verstehen. Ich hatte von den Tiefen meines Herzens aus Mitleid mit ihr - ihr müsst wissen, ich mag Katy total gern. Seitdem sie uns als Buchbloggerin vorgestellt wurde und in die kleine Stadt gezogen ist, habe ich sie in mein Herz geschlossen. Mittlerweile habe ich Wind davon bekommen, dass viele diese leichten Depressionen, die Katy durchlebt, gar nicht gefallen haben - aber mal ganz im Ernst, ich hatte nur Mitleid mit dem Mädchen. Nichts als pures Mitleid, und ich wollte mir nicht ausmalen, wie es wohl wäre, in ihrer Haut zu stecken.
Daemon ist natürlich auch wieder von Anfang an mit im Spiel, doch auch er hat sich verändert. Wenn möglich, ist sein Bedürfnis, Katy zu schützen, nur noch stärker geworden, gleichzeitig entdecken wir eine andere, sanftere Seite an ihm. Ich glaube, es ist unnötig zu erwähnen, dass ich den Kerl liebe. Wer tut das nicht?
Mit Onyx kommt noch ein dritter, wichtiger Charakter ins Spiel, Blake. Da Katy sich nach etwas Normalität sehnt (wer kann ihr das schon verübeln), stellt er die vollkommene Ablenkung für sie da. Sie daten sich, aber immer hat Katy Daemon im Hinterkopf. Gleichzeitig behauptet Daemon stichfest, dass etwas mit dem Kerl nicht stimmt - aber es bleibt alles sehr verworren und unklar. Ich weiß nicht so recht, ich stand Blake immer etwas kritisch gegenüber, Jennifer L. Armentrout hat ihn als einen sehr undurchsichtigen, gleichzeitig vielschichtigen Charakter konstruiert. Gleichzeitig merkt man, dass diese Dreiecksbeziehung nur sein KÖNNTE, denn Katys Herz schlägt nicht wirklich für den Surferjungen Blake.
Diese Vielschichtigkeit existiert nicht nur bei Blake, sondern auch bei jedem Einzelnen der Charaktere - und das bringt mich zu dem Punkt, der mich unglaublich an Onyx begeistert hat. Ich habe selten ein Buch gelesen, das so viele und vor allem so viele vielschichtige Charaktere mit sich bringt! Oft hat man nur ein Gesicht, eine vage Charakterbeschreibung, und den Namen, den man nach ein paar Seiten wieder vergisst. Nicht bei diesem Buch. Jeder der Charaktere hat etwas, das ihn antreibt, verschiedene, verstrickte Motive. Und das beeindruckt. Das beeindruckt auch dann noch, nachdem man das Buch durchgelesen hat.
Der Schreibstil der Autorin bleibt genauso schlicht wie im Vorband, aber dennoch sehr bildlich und leicht zu verfolgen. An manchen Stelle hätte es ruhig etwas detaillierter sein können - meiner Meinung nach. Die Spannung, die vor allem in den letzten zwei Dritteln des Buches aufgebaut wird, ist sehr gelungen! Ich bin förmlich an den Seiten geklebt (und die, die mich stören wollten, haben ein paar böse Kommentare abgekriegt - was tut man nicht alles für ein störungsfreies Leseerlebnis), und wow, so viele Plotwenden! So viele Höhepunkte - auch wenn manche mehr oder weniger einfach zu durchschauen waren.
Ich bin begeistert. Ich will MEHR. Ich will mich in den April beamen und wissen, wie es mit Daemon und Katy weitergeht.


Onyx ist fast ein vollkommen perfekter zweiter Band, und alles andere als ein Lückenfüller! Man lacht, man weint, man bangt mit den Charakteren, und nach dem Zuschlagen des Buches will man nur eines - mehr! 
Bis auf ein paar Kleinigkeiten wie etwas unrunde Formulierungen oder Erklärungen war Onyx das pure Lesevergnügen für mich. Musthave für alle, die den ersten Teil schon mochten und von Daemon und Katy nicht die Finger lassen können!


Titel: Onyx: Schattenschimmer
Hardcover: 464 Seiten
Verlag: Carlsen
Reihe: 2/3
Preis: 19,99€
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Samstag, 3. Januar 2015

Sprung in die Vergangenheit... ääh Zukunft

31.12.2014, 21:14 Uhr

Liebe Leser, liebe Leserinnen,

ich habe mich bisher sehr schwer getan, diesen Post zu schreiben. Nun endlich möchte ich das nachholen und bitte daher um einige Minuten eurer Aufmerksamkeit…
Das, was ich jetzt zu sagen habe, sage ich nicht nur in meinem Namen, sondern auch in dem meiner geschätzten Mit-Autorin Bella, mit der die meisten von euch diesen Blog verbinden.
Und das ist auch okay so – ich habe nichts dagegen.
Dennoch sind wir zu zweit und das ist eine unumstößliche Tatsache.
Eine Tatsache, die ich vor einer Weile ziemlich missachtet habe.

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, war Bella stets die engagierte, die, die regelmäßig Rezensionen veröffentlichte und nach einiger Zeit blieb selbst das aus… Bella wollte nicht mehr. Hatte keine Lust mehr, weil ich mich nicht kümmerte… (was leider Gottes ziemlich typisch für mich ist. Ich bin zu bequem für die Welt ._.)
Zu meiner Verteidigung muss ich an diesem Punkt allerdings anführen, dass ich tatsächlich schon eine ganze Weile nichts mehr gelesen habe und deshalb auch gar nichts rezensieren konnte.
Na ja, zurück zum Privat-Gedudel und Hinter-der-Bühne Gebrabbel.
Bella wollte also nicht mehr – gut. Sie verließ den Blog, während ich ihn auf keinen Fall aufgeben wollte.
Jetzt allerdings sind wir zurück – nach einer Pause, die länger andauerte, als sie jemals geplant wurde. (Weil sie nie geplant wurde *hust*)
Wir haben neue Energie getankt und sind jetzt wieder für euch da – mit neuen Rezensionen, neuen Empfehlungen und neuem Gebrabbel :D
Das heißt – wenn ihr uns noch wollt…
Aus eben diesem Grund möchte ich eure Meinung hören: Was genau würdet ihr euch von uns wünschen?
Da ich es leider erst jetzt geschafft habe, diesen Beitrag zu schreiben, bin ich euch doch sicher eine Kleinigkeit schuldig oO

Ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachten? Wurden eure Wünsche erfüllt? Habt ihr schön und besinnlich gefeiert? Auch niemand von den Hackerattacken auf Sony und co. geärgert worden? (Wie ich? *hust* Da will man einmal was runterladen und dann direkt sowas xD)
Und aus akutem Anlass: Einen guten Rutsch ins neue Jahr wünsche ich!
Aber nicht von mir… ich denke, ihr könnt euch gleich von zwei Stimmen angesprochen fühlen. Ich kann wohl gutem Gewissen behaupten, dass Bella euch dasselbe wünschen würde. Wenngleich sie sicher einen weitaus stilvolleren Weg gefunden hätte, als ich es jemals schaffen würde ._.
Vermutlich wird in den folgenden Tagen noch ein kleiner Off-Topic Post folgen, aber Rezis sind definitiv in Planung. (Ich hab da so eine absolute Empfehlung für euch, auch wenn das Buch schon eine Weile auf dem Markt ist *_*)
Außerdem stehen ein paar Neuerungen zur Debatte – dazu aber mehr, wenn es jemals so weit sein sollte… Man kennt mich ja :P Bella ist da eher die treibende Kraft… seht mich als eine Art Esel. Wenn man mich nicht überzeugend genug überredet, werde ich auf den Gleisen stehen bleiben, auch wenn ein Zug kommt. (Okay – nicht wirklich schmeichelhaft für mich… Aber hey, man muss auch über sich selbst lachen können xD)
2014 war (bzw. ist, es sind ja noch zweieinhalb Stunden bis Mitternacht) sehr anstrengend für mich und ich hoffe, 2015 wird besser. Vieles ist dieses Jahr passiert – vieles, das ich gern ungeschehen machen würde. Vieles, das mich mit Wucht runter gezogen hat, aber es gab auch Dinge, die ich nicht missen wollte. Ich war viel unterwegs dieses Jahr.
Unterm Strich hätte es besser laufen können, war aber ganz… okay. Auch wenn ich einige Dinge niemals vergessen werde. Ich hoffe, euer Jahr war besser?
Na ja… genug Zeit verplempert. Meine Vorsätze für das nächste Jahr sind einfach: ich möchte weitermachen und nicht einknicken, ich möchte etwas schaffen und nicht kneifen und vor allem möchte ich, dass ich 2015 durchweg glücklich bin.
Ich sags mal so – was genau könnte mich noch großartig erschüttern?

Ein wundervolles neues Jahr mit vielen guten Geschichten wünsche ich euch, werdet der Held eures eigenen Romans und vergesst niemals, dass es sowohl gute als auch schlechte Dinge da draußen gibt. Die Magie ist da, vielleicht seht ihr sie nicht auf den ersten Blick, aber wenn ihr die Augen schließt und genau hinhört, könnt ihr sie vielleicht erahnen. Magie nicht im üblichen Sinne – nicht der Hokuspokus, von dem man immer mal wieder liest. Auch nicht der Hokuspokus aus Filmen, sondern die Magie des Augenblicks. Die Magie der Freundschaft. Die Magie der Familie oder der Liebe.
Ihr seid von Magie umgeben und ich wünsche euch, dass ihr sie für euch entdeckt und 2015 glücklich und gesund durchlaufen könnt.
Das Leben ist kurz, meine Freunde. Aber um Augustus Walters, ein Charakter aus einem wundervollen Buch, dass allen bekannt sein sollte, zu zitieren: „Das Leben ist schön, Hazel Grace.“
Ich kenne eure Namen nicht, also fühlt euch trotzdem angesprochen :)
Das Leben ist schön, wer auch immer das hier lesen sollte. Das Leben ist schön.

Und mit diesen Worten verabschiede ich mich für dieses Jahr, feiert schön, bleibt gesund und lest unseren Blog weiterhin,
Bella und Denise (in schreibender Rolle)

PS.: Haaach… an Silvester werde ich immer so nostalgisch. Nehmt mir das bitte nicht übel – ich freue mich gerade einfach nur auf das Feuerwerk ;D