Samstag, 21. März 2015

[Rezension] Die Bestimmung: Letzte Entscheidung - Veronica Roth

Originaltitel: Allegiant

Achtung! Da es sich hierbei um den Abschluss einer Trilogie handelt, kann die Rezension Spoiler erhalten!


Nach der Videobotschaft von Edith Prior hat sich alles verändert. Evelyn, Tobias Mutter, will, dass alle zu Fraktionslosen werden, und Tobias soll sie dabei unterstützen - und sich natürlich von Tris lösen, die ab sofort eine Gefangene ist. Doch dann schreiten die "Getreuten" ein - eine Rebellengruppe - und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Tris, Tobias, Christina und ein paar andere kommen frei und gelangen in das Land hinter der Grenze. Dort treffen sie auf die Wahrheit. Und die ist nicht schön...


Liebe Leser und Leserinnen, ich habe Pech.
Seht ihr diese Spoilerwarnung da oben? Ich wünschte, ich selbst hätte sie gehabt. Überall. Selbst auf Pinterest ist man nämlich nicht vor verheerenden Wahrheiten sicher. Hinzu kommt, dass mich Spoiler magisch anziehen. Ich werde zu allem gespoilert. Von meinem Umfeld, von Facebook, und auch von Pinterest. So kam es, dass ich schon vor dem Lesen des Buches über das Ende informiert wurde. (Das verrate ich natürlich nicht, keine Angst!) Ich bin daher wohl auch etwas (ha, ha) an den letzten Teil herangegangen - ich hoffe, die Rezension passt euch trotzdem. ;)
Als ich mit dem letzten Teil der Bestimmung angefangen habe, lag der zweite Teil schon laaange hinter mir. Ich muss zugeben, ich konnte mich an kaum noch etwas erinnern. "Die Bestimmung: Letzte Entscheidung" liefert gute Ansätze, um den Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen, mir fehlte doch manchmal ein Teil der Erinnerung. Ich bin mir allerdings sicher, dass mehr Infos zu viel gewesen wären und viele Leser sich gelangweilt hätten. Ein Re-Read der Reihe wird's in meinem Fall tun :)
Man kommt schnell in die Geschichte wieder rein, die sowohl aus Tris' als auch aus Tobias' Perspektive erzählt wird. Ich mag beide ohnehin sehr gerne, und ich finde es auch besonders interessant zu sehen, wie die beiden sich in ihrer Erzählstruktur unterscheiden. Dieser Unterschied hat mich dazu gebracht, beide noch ein bisschen mehr mögen.
Wie es typisch für Frau Roth ist, nimmt die Geschichte schnell Fahrt auf, nicht so zügig wie in den beiden Vorgängern, aber immer noch ordentlich. Die Lösung, die sie letzten Endes anbietet, finde ich gut gelungen und auch sehr gut konstruiert. Es ist alles schlüssig und logisch, dennoch muss ich gestehen, dass ich die ersten zwei Drittel des Buches nicht überragend fand. Ich habe überlegt und überlegt, doch ich kann mir mein... Missfallen nicht erklären. Es war schon okay. Der Schreibstil war auch okay (auf den komme ich später nochmals zurück), dennoch hat mir etwas gefehlt. Etwas Tiefe vielleicht? Oder etwas weniger Wiederholung? Es scheint mir, als würde jeder der Charaktere von einer Revolution in die nächste stürzen, und auch wenn das Die Bestimmung von anderen Dystopien unterscheidet, so ist es doch... nervig irgendwo. Ich konnte es irgendwann einfach nicht mehr hören. Jeder schien irgendein Motiv zu haben, wollte dies erreichen, wollte das erreichen. Vielleicht ist das auch einfach Geschmackssache, aber mir hat's gereicht. ;)
Zum Ende des Buches geht die Geschichte auf einen Höhepunkt zu, den ich nicht so erwartet habe (obwohl ich gespoilert wurde) und ich war stets hin und her gerissen, angespannt, die Seiten flogen nur so an mir vorbei. Denn wie auch die ersten zwei Bände kann man den dritten schnell und zügig lesen, der Schreibstil ist sehr angenehm - und er hat sich weiterentwickelt! Ich finde es generell bei einem Autor sehr beeindruckend, wenn er sich weiterentwickelt (positiv) UND doch irgendwie seinem eigentlichen Stil treu bleibt. Bei Veronica Roth kam eine weitere stilistisch-poetische, tiefgehendere Ebene dazu und ich fand es genial! Selbst in den weniger schönen Situationen hat sie die richtigen Worte getroffen.
Und dann war das Buch vorbei. Einfach so, und ich stelle fest, dass es mir irgendwie doch ziemlich gut gefallen hat, trotz den Anfangsschwierigkeiten, trotz dem Ende, das womöglich viele Fans hassen. Eins kann man Frau Roth nicht verübeln - sie weiß, wie man eine Geschichte gut abrundet. Hoffentlich kriegen wir bald weitere Dinge von ihr zu lesen!


"Die Bestimmung: Letzte Entscheidung" mag alles sein, aber bestimmt nicht voraussehbar. Inhaltliche Wiederholungen machen den letzten Band nicht ganz so rund wie seine Vorgänger, dennoch schafft es Veronica Roth, dem Ganzen ein würdiges Ende zu geben!


Titel: Die Bestimmung: Letzte Entscheidung
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: cbt
Reihe: 3/3
Preis: 9,99€

Sonntag, 8. März 2015

5 Bücher, auf die ich mich 2015 freue

Hallo ihr Lieben!
Eines meiner Ziele 2015 ist, die "Das Schwert der Wahrheit"-Reihe zu lesen. Ich habe diese Reihe bestimmt schon begonnen, als ich 10 oder 11 Jahre alt war. Es handelt sich dabei um ganze elf Bücher, die alle 900+++ Seiten (keine Übertreibung) haben. Mit Mini-Schrift. Und sie sind anspruchsvoll. Naja, auf jeden Fall habe ich die Reihe als Kind begonnen, und mittendrin in Buch 9 aufgehört?! Trotzdem besitze ich alle, und das hat mich geärgert, dass ich die nie fertig gelesen habe, und deshalb... habe ich mir vorgenommen, dieses Jahr alle Bücher gelesen. (Fast) jeden Monat eins und so, ihr wisst schon. 
Worauf ich hinaus will? Um mein Ziel zu erfüllen, haben die Bücher Priorität. Und ich lese zwar viel, aber nicht viele verschiedene Bücher. Mit meinem Gelaber will ich euch trotzdem versorgen, bis zur nächsten Rezension. Daher folgen jetzt die Bücher, auf die ich mich 2015 verdammt freue!

Jennifer L. Armentrout - Opal: Das war eigentlich klar, oder? Ich bin ein riesiger Fan von Daemon und Katy, und es gibt keinen, nicht einen einzigen Grund, wegen dem ich den dritten Band nicht lesen würde (okay, würde eine Apokalypse dazwischen kommen...). Mögt ihr die Reihe genauso gern wie ich? :)

Erscheint: 24. April 2015

C. J. Daugherty - Night School 5 - Und Gewissheit wirst du haben: Auch das ist für mich ein absolutes Must-Have! Ich erinnere mich noch gut an den ersten Band, da hatte ich eines von 20 Rezensionexemplaren gewonnen und es war mein erstes Rezensionexemplar! :) Mann, ich war ganz schön stolz damals (und wie lange das schon her ist!). Ja, auch Allie, Carter und Co. habe ich ins Herz geschlossen und ich muss auf JEDEN Fall wissen, wie es ausgeht!

Erscheint: 17. Juli 2015

Kerstin Gier - Silber - Das dritte Buch der Träume: Noch ein Reihenabschluss (leider noch ohne Cover). Tja, Kerstin Gier als deutsche Autorin muss erstens unterstützt werden und zweitens liebe ich ihre Bücher. Die Silber-Reihe kommt für mich nicht ganz an Rubinrot ran, aber ist auch sehr unterhaltsam! Eine typische gute-Laune-Reihe :)

Erscheint: 8. Oktober 2015

Rainbow Rowell - Carry on: Das richtet sich vor allem an die Fangirl-Fans. In Fangirl hat Frau Rowell quasi ein Buch im Buch erschaffen, eine kleine magische Welt, die etwas von Harry Potter hat. Um genau diese Geschichte soll es in Carry on gehen! Und ich könnte ausrasten :D Ich habe nämlich sowohl Fangirl an sich als auch die Geschichte innerhalb geliebt und freue mich, dazu ein eigenes Buch zu bekommen!

Erscheint: Oktober 2015

Laini Taylor - Dreams of Gods and Monsters: Einen kollektiven Aufschrei bitte!! Wie lange haben wir alle darauf gewartet, endlich einen deutschen Erscheinungstermin zu bekommen? Natürlich hätte ich es auch auf englisch lesen können... aber vollständig und optisch passend muss die Reihe schon im Regal stehen ;) Das Cover haut mich nicht um, aber es passt gut dazu. Ich freu mich!

Erscheint: Juli 2015

Langweilig wird es in 2015 ganz bestimmt nicht! (Na gut, und wenn doch, dann fällt der Schule bestimmt was ein, wie man das ändern kann :P) Ich hätte euch noch ein paar Bücher mehr aufzählen können, doch ich würde viel lieber etwas von euch hören! Was haltet ihr von solchen Posts? Sind die überhaupt interessant für euch? Freut ihr euch vielleicht auch auf ein paar dieser Bücher, oder auf was freut ihr euch ganz besonders 2015? :) Vielleicht sind ja auch ein Empfehlungen für mich dabei. Schönen Sonntag!

Samstag, 28. Februar 2015

[Rezension] Wir beide, irgendwann - Jay Asher, Carolyn Mackler

Originaltitel: The Future of Us


Bis vor kurzem waren Josh und Emma beste Freunde. Dann verliebte er sich in Emma - und sie entfernten sich. Als Emma jedoch einen neuen Computer bekommt und plötzlich auf ihre eigene Facebook-Seite aus der Zukunft klickt, ist Josh zufällig in der Nähe und schon bald entdecken sie auch seine Facebook-Seite. Doch was steckt dahinter? Wie oder weshalb können sie ihre Zukunft sehen - und auch beeinflussen...?


"Wir beide, irgendwann." Das sagte ich zu diesem Buch vor ca. zweieinhalb Jahren. Schon als es erschienen ist, dachte ich mir, super, muss ich lesen, aber wie es dann manchmal so ist... Mittlerweile war es dann als Taschenbuch erschienen und als meine Mutter mich in der Buchhandlung fragte (eine sehr verhängnisvolle Frage), was sie nehmen sollte, habe ich ihr das Buch in die Hand gedrückt. Eigener Profit, ihr wisst schon.
"Wir beide, irgendwann" ist nicht nur ein simples Buch, sondern gleich zwei Autoren haben daran mitgewirkt und es wird aus zwei Sichtweisen - Emmas und Joshs - geschildert. Manchmal ist es ja so, dass man merkt, wann der eine Autor und wann der andere schreibt (besonders bei Mann und Frau unterscheidet sich ja der Schreibstil doch ganz gern mal), aber das ist hier überhaupt nicht der Fall. Ich könnte nicht sagen, wer hinter Emma und wer hinter Josh steckt. Beide Schreibstile ähneln sich (zumindest in meinen Hobby-Leser-Augen), ob das jetzt gut ist oder nicht sei mal dahingestellt. Ich für meinen Teil habe oft ein zweites Mal nachschauen müssen, aus wessen Sicht das Kapitel gerade ist. :'D Vielleicht hat das auch daran gelegen, dass das Buch wirklich... einfach zu lesen ist. Keine komplizierten Umschreibungen, ellenlangen Sätze oder etwas in der Art. Ich glaube, ich habe kaum drei Tage dazu gebraucht. 
Wenn man dann mal über den Schreibstil-Teil hinaus sieht, dann sind sich Emma und Josh doch nicht mehr ganz so ähnlich. Beides natürlich Teenager und gehen in dieselbe Stufe - Emma ist dann aber fest entschlossen, ihre Zukunft (zu ihrem Gunsten) zu ändern, Josh findet das Ganze gar nicht so gut. Was sich liebt das neckt sich, oder wie sagt man so schön? ;) Tja, die beiden müssen sich zu Anfang erst einmal annähern, ich nehme aber hier so viel vorneweg, dass ich euch sagen kann: viele Überraschungen birgt die Geschichte auch nicht.
Ein Problem, das ich sowohl mit Emma als auch mit Josh hatte, ist, dass ich mit ihnen einfach nicht warm geworden bin. Ich habe das Buch zügig gelesen, mich nicht groß an ihnen gestört, aber da hörte die Beziehung dann auch schon auf. Ich habe mich nicht emotional mit ihnen verbunden gefühlt, nicht mitgefiebert, nada. Schade, aber das kommt eben alle paar Bücher vor (zumindest in meinen literarischen Kreisen, oder habt ihr da ein besseres Händchen für?).
Zum Schluss habe ich noch einen Kritikpunkt, von dem ich selbst nicht ganz so genau weiß, ob ich das jetzt als Kritik aufbringen kann - das Ganze Facebook-Zukunfts-Element ist zwar eine schöne Idee, aber es passt irgendwie genremäßig nicht so rein. Ich mag solche abgedrehten, "unlogischen" Elemente nicht in sonst bodenständigen Geschichten. ... aber da hätte ich auch früher drüber nachdenken können.


"Wir beide, irgendwann" - nein, glaube eher nicht. Beide Autoren haben zwar angenehme Schreibstile und das Buch liest sich flott, aber mehr auch leider nicht. Es fehlte mir an Tiefe und einer Erklärung für die Facebook-Geschichte. An sich eine schöne Idee, doch letzten Endes nur ein leichtes Lesevergnügen.


Titel: Wir beide, irgendwann
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Goldmann
Reihe: -
Preis: 9,99€
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Sonntag, 8. Februar 2015

[Rezension] Mythos Academy 6: Frostkiller - Jennifer Estep

Originaltitel: Killer Frost

Achtung! Da es sich bei "Frostkiller" um den letzten Teil einer Reihe handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten!


Nach all den Ereignissen der letzten Monate ist es so weit: der finale Kampf gegen Loki steht vor der Tür. Gwen hat zwar das Armband mit den Lorbeerblättern, aber wie genau es eingesetzt werden muss, weiß sie nicht. Trotzdem hat sie keine Wahl: sie muss sich wappnen - denn Loki wartet nicht...


Die Reihe rund um Gwen, Logan und Co. war schon immer eine derer, auf die ich gerne in meinem Bücherregal gezeigt habe und sagte: "Die sind gut. Die mag ich." Aber auch die schönen Buchreihen enden früher oder später. Und immerhin, das rede ich mir so einfach schön, habe ich jetzt eine weitere Buchreihe abgeschlossen.
Der Einstieg in Frostkiller funktioniert einwandfrei, auch wenn Frostnacht etwas länger her ist. Wie auch schon in den vorherigen Bänden erläutert Jennifer Estep mal kürzer, mal länger die Hintergrundinfos, damit man sich wieder gut zurechtfindet.
Gwen ist mittlerweile nicht mehr das naive, nichtsahnende Mädchen von Band 1. Sie kann jetzt mit einem Schwert umgehen, ist Nikes Champion - und hat die Aufgabe erhalten, die Welt zu retten. Und, so nebenher, ihre Beziehung mit Logan. Diese hat noch immer einen Knacks, sobald die beiden sich näher kommen, geschieht wieder etwas: dennoch gehören sie zusammen.
Eigentlich gibt es keinen der Mythos Charaktere, den ich nicht leiden kann: von Daphne über Nickamedes bis hin zu Gwens Cousine Rory - sie alle bekommen ihre eigene Rolle und ihren eigenen Charakter. Das ist etwas ganz Wundervolles, denn natürlich liegt der Fokus auf Gwen, aber die anderen Figuren werden doch nicht außen vor gelassen. Selbst Gwens Erzfeindin Vivian Holler ist irgendwo ein selbstständig denkendes Mädchen, nicht nur ein bösartiger Mensch, der Gwen schaden will. 
Genau wie in den anderen Büchern ist Frostkiller ein Pageturner, das vor allem an dem simplen, stetigen Schreibstil der Autorin liegt. Auch wenn nicht immer die Spannung auf 100% ist: es macht trotzdem verdammt viel Spaß, zu lesen.
Mein einziger Kritikpunkt liegt dieses Mal an der Handlung. Ich hab's eben schon gesagt, es war nicht super actionreich - klar gab es Höhepunkte, aber eben nicht die ganze Zeit (und das ist okay so). Es ist nur so, dass es mich nicht überrascht hat. Es war alles etwas voraussehbar, und darüber hinaus kam es mir oft sehr... gekünstelt bzw. unrealistisch vor, was mir vorher leider noch nie passiert ist. Sonderlich gestört hat mich das jetzt im Gesamtbild nicht.
Und zum Ende der Rezension kommen wir... zum Ende ;) Wer hätte es gedacht :P Das Ende, das Frau Estep geschrieben hat, ist ebenso okay. Es ist ein Ende, bei dem man sich nicht die Haare raufen und "Ach herrje" denken muss, aber ich werde auch nicht die Hände zusammenschlagen und "Halleluja" rufen. Das Ende ermöglicht mir, Tschüss zu sagen, doch es war - wie auch Teile der Handlung - sehr einfach vorauszuschauen.
Dennoch will ich die Erfahrung mit der Mythos Academy nicht wissen - und wer weiß, vielleicht gibt es ja eines Tages weitere Geschichten, die dort spielen...


"Frostkiller" ist ein würdiger Abschluss für die Mythos Academy Reihe rund um Gwen und ihren Kampf gegen Loki. Alle wichtigen Fragen wurden beantwortet und das ermöglicht mir, Abschied von all den wunderbaren Charakteren zu nehmen. Es gibt zwar ein paar Kritikpunkte an der Handlung, dennoch ist es ein gelungenes Buch.


Titel: Mythos Academy 6: Frostkiller
Broschüre: 432 Seiten
Verlag: ivi
Reihe: 6/6
Preis: 16,99€
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Samstag, 10. Januar 2015

[Rezension] Magisterium: The Iron Trial - Cassandra Clare

Deutsche Ausgabe: Magisterium: Der Weg ins Labyrinth
Ich habe die englische Version gelesen, daher kann es vorkommen, dass Eigennamen o.ä. anders lauten als im Deutschen. Ich bitte um Entschuldigung.




Sein ganzes Leben lang wurde Callum Hunt eingebläut, er müsse die Prüfung für das Magisterium in den Sand setzen. Er sollte dort alles Mögliche machen - aber ganz sicher nicht für die Schule zugelassen werden. Sein Dad höchstpersönlich, der dort ebenfalls früher Schüler war, ist der Meinung, dass die Schule für Magie der Tod eines Jeden ist.
Call besteht trotzdem die Prüfung, und bevor er sich versieht, ist er im Magisterium angekommen und unter die Fittiche eines Meisters genommen worden. Dennoch versucht er immer noch, von dort zu entkommen. Dann überschlagen sich die Ereignisse, und Call stellt fest, dass er nicht nur Freunde findet, sondern die Schule auch gar nicht so übel findet. Bloß blöd, dass sein Vater ihm wohl nicht ganz die Wahrheit gesagt hat...


Wie vermutlich unschwer schon aus anderen Posts herausgegangen ist, liebe ich Cassandra Clare. Das sage ich immer gleich vorneweg, damit sich niemand wundert, falls ich meine Objektivität verliere. ;) Allerdings hat an "Magisterium" nicht nur Cassandra Clare gearbeitet, sondern auch Holly Black - und obwohl die beiden gute Freunde sind, habe ich von Holly Black genau ein Buch gelesen. Das war schon ganz okay gewesen, aber das Ende hatte mich damals dermaßen in Rage versetzt, dass ich nie wieder auch nur eins anrühren wollte. Deshalb war ich... skeptisch ist untertrieben. Ich war SEHR neugierig auf Magisterium. Noch dazu, weil es ja teilweise echt heftig diskutiert wird. Zu kindlich? Zu Harry-Potter-mäßig? (Meiner Meinung nach ist man ja weder für das eine noch fürs andere zu alt!)
Bevor ich auf den Inhalt eingehe, möchte ich ausnahmsweise kurz auf das die Gestaltung verweisen - viele sagen, dass das deutsche schöner ist, aber ich finde, beide Verlage haben sich selbst übertroffen! Die englische Ausgabe hat nicht nur ein schönes Cover, sondern auch kleine Illustrationen innerhalb des Buches. Die deutsche Ausgabe glänzt mit einem schönen, schlichten Cover und goldenen Seitenrändern! (Wie es dort mit den Illustrationen aussieht, weiß ich nicht - hat jemand von euch es schon gelesen und kann mir Bescheid geben?)
Es dauerte also nicht lange, bis ich Magisterium in die Hand nahm und begann zu lesen. Leider ging es für mich sehr schleppend voran, etwas, das mir eigentlich selten passiert (besonders als flüssiger Englisch-Leser). Ich bin mir bis jetzt nicht ganz sicher, woran das lag - der Schreibstil ist nämlich schwer in Ordnung. Man merkt keinen Unterschied zwischen den beiden Autorinnen, sie ergänzen sich sehr gut, beschreiben detailliert genug, damit man sich alles vorstellen kann, aber dann auch nicht wieder so detailliert, dass man komplett überwältigt ist.
Ich denke, meine Schwierigkeiten hatten mehr mit Call selbst bzw. mit der etwas zähen Handlung zu tun. Ich konnte mir anfangs kein wirklich gutes Bild von Call machen - er wirkt oft trotzig, handelt widersinnig und es fiel mir schwer, das nachzuvollziehen. Darüber hinaus vergeht einiges an Zeit, bis es dann endlich zu den ("verpatzten") Prüfungen geht und Call schließlich im Magisterium landet. Sobald man allerdings erst einmal diesen Sprung geschafft hat, wird man belohnt: mit Call bin ich zumindest etwas wärmer geworden. Er ist eben zwölf Jahre alt - ich kann's ihm nicht verdenken, wer war in dem Alter schon immer komplett aufrichtig. ;) Dafür mochte ich seine Freunde Tamara und Aaron umso mehr. Beide sind sehr charakterstarke Kinder, beide sehr unterschiedlich und beide passten dennoch sehr gut zu Call. Schön ist auch, dass sie nicht von Anfang an einen auf "beste Freunde" machten, sondern erst lernen mussten, miteinander umzugehen.
Ein weiterer großer Pluspunkt, ist die Spannung, die sich immer und immer weiter steigert. Ich bin zum Ende hin regelrecht an den Seiten geklebt: wenn Black und Clare eines sind, dann Meister in Plottwists/unerwarteten Wendungen. Das Buch ist genial konstruiert, der Leser glaubt anfangs schon zu wissen, wie es weitergeht, und wird dann doch total in die Irre geführt. So überrascht war ich schon lange nicht mehr beim Lesen eines Buches, und das ist dann auch das, was mir zum Ende hin positiv in Erinnerung blieb! Ich will MEHR! 


"Magisterium: The Iron Trial" ist ein guter erster Teil. Der Anfang liest sich zwar etwas schleppend, aber sobald man sich an Cass gewöhnt und auch seine tollen Freunde kennen lernt, steigert sich die Spannung ins Unermessliche und man wird öfters komplett überrascht. Ich freue mich auf den zweiten Teil!


Titel: Magisterium: The Iron Trial
Paperback: 320 Seiten
Verlag: Doubleday Children
Reihe: 1/5
Preis: 11,80€
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Titel: Magisterium: Der Weg ins Labyrinth
Hardcover: 336 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: 1/5
Preis: 14,99€