Dienstag, 26. Januar 2016

[Rezension] Die fünfte Welle - Rick Yancey

Inhalt
Cassie Sullivan ist eine der wenigen Überlebenden. Sieben Millionen Menschen sind in den letzten vier Wellen gestorben, seit der Ankunft der Anderen, mit der auch die Vernichtung der Menschheit begann. Ihre Familie ist tot, ihr Bruder wurde mitgenommen. Auf der Suche nach ihm trifft sie auf Evan Walker - einem scheinbar perfekten Jungen, der ihre Rettung sein könnte. Doch kann sie ihm trauen?

Meine Meinung
Ich gebe es ja zu: hätte eine Freundin mich nicht auf den Trailer zu Die fünfte Welle aufmerksam gemacht, ich hätte es nicht mal in Erwägung gezogen, das Buch in die Hand zu nehmen, obwohl es schon seit Monaten durch die Blogger-Welt geistert. Es hat mich einfach nie... gereizt. Im Nachhinein ist mir das unerklärlich - aber zurück zum Anfang.
Schon bei den ersten Seiten des Buches fiel mir Rick Yanceys besondere Erzählweise auf. Nach einem anfänglich sehr verwirrenden Prolog (der am Ende des Buches seinen Sinn bekommt) werden wir gnadenlos in die Geschichte geworfen, die aus Cassies Erzählperspektive beginnt. Yancey bleibt hier aber nicht nur in der Gegenwart, sondern springt immer mal wieder mitten im Text zurück und erzählt von vorangegangen Ereignissen. 
Ich habe von vielen gelesen, dass sie von diesem Aspekt gestört/gelangweilt waren, aber ich fand es faszinierend, von einem Autor zu lesen, der sich nicht nur strikt an die "übliche" Erzählweise hält. Es war geradezu erfrischend! Außerdem war ich verdammt neugierig, mehr über Cassies Vergangenheit und mehr über die letzten vier Wellen zu erfahren. 
Denn kurz und knapp gesagt - in meinen Augen ist Rick Yancey ein Genie. Ich finde es fantastisch, was für eine verworrene Geschichte er auf die Beine gestellt hat. Obwohl "die Anderen" ein Großteil des Buches sehr vage bleiben, wird der Leser davon nicht abgeschreckt, sondern von den kleinen Häppchen, die Yancey einem zuwirft, angeregt, weiterzulesen. Ich habe schon lange keine Geschichte mehr gelesen, die so unvorhersehbar war. Voller Plottwists und Wendepunkte - gefällt mir!
An der Stelle noch mal zurück zu den Perspektiven: Yancey erzählt nicht nur aus Cassies Sicht, sondern unter anderem auch eines Großteil des Buches aus der von Ben Parish, genannt "Zombie", einem Jungen, den Cassie ihr Leben lang aus der Ferne angehimmelt hat und der in einem Lager gelandet ist, in welchem er zum Soldaten ausgebildet werden soll, um die Anderen zu bekämpfen. Auch wenn man sich anfangs fragt, weshalb Zombies Geschichte so relevant für den Verlauf der Story ist, so wird alles nach und nach klarer (und es ist wieder einmal bewiesen, dass Rick Yancey meisterhaft alle Stränge auffangen und verknüpfen kann). Außerdem - wenn man mich fragt - war Zombies Perspektive mindestens so spannend wie Cassies. Er erscheint anfangs als ein sehr oberflächlicher Charakter, doch mit der Zeit wird er viel nachdenklicher, lernt zu reflektieren und wächst.
Wer denkt, dass das schon alles ist, hat sich getäuscht: im letzten Viertel des Buches wird die Geschichte plötzlich so rasant, dass man förmlich über die Seiten fliegt. Ich konnte kaum so schnell lesen, wie meine Gedanken rasten - was für ein Showdown! Auch hier muss ich wieder sagen, lange keine so packenden, actionreichen Kapitel mehr gelesen!
Die "Beziehung" zwischen Cassie und Evan, auf die ich bisher noch nicht eingegangen bin, wird meiner Meinung nach im offiziellen Klappentext des Buches zu überspitzt/wichtig dargestellt. Sie bleibt dezent und mehr im Hintergrund - vor allem Cassie ist nicht Hals über Kopf verknallt, was wiederum sehr erfrischend ist, es macht einfach viel mehr Spaß zu lesen.
Okay, okay, an der Stelle beende ich mal meine Lobesreden - ihr habt's vermutlich schon verstanden, Die fünfte Welle hat mich einfach begeistert. Jetzt brauche ich nur noch den nächsten Band.

Fazit
Mit Die fünfte Welle hat Rick Yancey einen fantastischen Reihenauftakt geschaffen. Die Idee und besonders die Erzählweise machen das Buch zu einem Unikat - und zu einem absoluten Lesevergnügen.


Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Titel: Die fünfte Welle
Taschenbuch: 496 Seiten
Goldmann Verlag
Reihe: 1/3
Preis: 9,99€

Sonntag, 17. Januar 2016

[Rezension] Magisterium: The Copper Gauntlet - Cassandra Clare & Holly Black

Achtung! Da es sich hierbei um den zweiten Teil einer Reihe handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten.

Inhalt
Die Erleichterung, das erste Schuljahr im Magisterium überstanden zu haben, währt nicht lange. Denn zu Hause ist Calls Vater, der immer noch fest davon überzeugt ist, dass Call nicht in die Schule zurückkehren soll. Dann aber überschlagen sich die Ereignisse - und Call muss vor seinem eigenen Vater fliehen, um sein Leben zu retten...

Meine Meinung
Magisterium: The Iron Trial hatte mich zwar nicht umgehauen, doch es war gut, aufregend genug, um mich zum zweiten Teil greifen zu lassen. Um ehrlich zu sein, war ich doch sehr gespannt, wie es mit Call und seinen Freunden weiter geht.
Obwohl ich den Vorgängerband noch Ende 2014 gelesen habe, fiel es mir nicht schwer, in den zweiten Teil einzusteigen. Wo meine Erinnerung nachließ, waren meistens kleine, geschickt eingeflochtene Rückblenden zur Stelle. Schon allein die Atmosphäre des Magisteriums fühlte sich familiär an - in der Hinsicht haben Clare und Black einen wirklich fantastischen Ort, eine facettenreiche Schule geschaffen.
Was mich ja besonders an dem Reihenauftakt fasziniert hat, war die unglaubliche Wendung, die Unvorhersehbarkeit der Geschichte - Call ist nicht nur ein Junge, der sich in der Welt der Magier etwas fremd fühlt, sondern darüber hinaus eine der bösartigsten Seelen in sich trägt. Er soll der Feind des Todes sein, der Gegner seines besten Freundes Aaron. WAS für ein Plottwist, findet ihr nicht auch?! Ich war gewaltig gespannt, wie es damit weiter geht, ob Call sein Geheimnis wahren kann und auf welche Schwierigkeiten er auf dem Weg dorthin stößt. Eines soll gesagt sein: hinsichtlich dieses Punktes enttäuscht The Copper Gauntlet nicht. Black und Clare beweisen wieder mal ein Talent zu unvorraussehbaren Entwicklungen, vor allem zum Ende des Buches hin.
Im Gegensatz zu The Iron Trial hatte ich bei The Copper Gauntlet das Gefühl, dass die Handlung nicht mehr so schleppend vorangeht, sondern auch mal mehr Dinge passieren. Die Geschichte ist spannender, das Buch war innerhalb weniger Tage ausgelesen.
Besonders die Konstellation Call - Aaron - Tamara fand ich spannend. Das Schöne an Büchern mit jungen Protagonisten ist ja, dass man ihnen beim Erwachsenwerden zusehen kann - meiner Meinung nach bieten sie oft viel mehr Stoff, viel mehr Entwicklungsmöglichkeiten als ältere Charaktere. In der Hinsicht bildet dieses Buch keine Ausnahme - die drei reifen, und auch wenn ihre Freundschaft nicht reibungslos ist, nicht ohne Hindernisse, so wächst doch jeder von ihnen an den Herausforderungen und entwickelt seinen individuellen, einzigartigen Charakter.
Leider, leider gibt es auch einen für mich nicht gerade unbeträchtlichen Wermutstropfen. Und das ist, so primitiv sich das auch anhört, die Länge des Buches. Es liegt nicht unbedingt daran, dass manche Szenen zu schnell abgehandelt werden - wobei ein wenig mehr Länge hier und dort nicht schaden könnte -, sondern mehr darum, dass man das Buch verschlingt, zuklappt und es ein paar Tage später schon beinahe wieder vergessen hat. Ich wünsche mir etwas mehr... Langlebigkeit, so seltsam das klingen mag. Vielleicht sind die Magisterium-Bücher zu kurz, damit man mehr rausbringen kann. Vielleicht aber auch, damit Cassandra Clare und Holly Black es überhaupt schaffen, neben ihren "regulären" Projekten auch an Calls Geschichte zu schreiben. Das sind alles Spekulationen und vermutlich gibt es gute Gründe - aber ich persönlich würde lieber länger warten, als mit einem 272 Seiten kurzen Lesevergnügen "abgespeist" zu werden. Das ist aber meine eigene Meinung - ich bin mir sicher, es gibt viele Leute, denen diese Kürze zusagt. Und letzten Endes stimmt ja der Rest. Deshalb werde ich auch dieses Mal wieder mehr oder weniger geduldig auf den nächsten Teil warten.

Fazit
Magisterium: The Copper Gauntlet ist ein solider zweiter Band, der mit überraschenden Wendungen und vielschichtigen Charakteren überzeugen kann. Obwohl die Bücher für meinen Geschmack etwas zu kurzlebig sind, so kann ich die Reihe dennoch (bisher) empfehlen!



Titel: Magisterium: The Copper Gauntlet
Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Corgi Children
Reihe: 2/5
Preis: ca. 8,70€

Sonntag, 10. Januar 2016

[Rezension] Cinder - Marissa Meyer

Inhalt
Die Mechanikerin Cinder lebt bei ihrer Mutter und ihren zwei Stiefschwestern, die ihr allesamt das Leben nicht gerade leicht machen. Cinder ist nicht nur das unerwünschte Stiefkind, sondern auch noch ein Cyborg. Eines Tages taucht Prinz Kai an ihrem Marktstand auf - ein Augenblick, der ihr ganzes Leben verändern wird...

Meine Meinung
Ich habe Cinder - zu Deutsch Wie Monde so silbern - bereits vor über zwei Wochen gelesen und es ist eine Schande, dass bisher noch keine Rezension auf dem Blog ist. Eine noch größere Schande ist es eigentlich, dass es so lange gedauert hat, bis ich mich überhaupt für die Lunar Chronicles interessierte. Ich meine, wie lange werden die schon gehyped? Cinder erschien 2012, also... lang genug. Mittlerweile ist die Reihe sogar abgeschlossen. (Und ich habe noch nicht mal das zweite Buch!)
Jetzt genug gelabert. Auf zum relevanten Teil!
Ich war sehr gespannt auf Cinder, da es meines Erachtens nach die erste von einem Märchen inspirierte Erzählung ist, die ich jemals gelesen habe. Die Betonung liegt hier auf Inspiration, und das ist auch gut so. Das Buch verläuft ganz sicher nicht eins und eins wie Cinderella, sie treffen sich mehr oder weniger an größeren Berührungspunkten, aber das ist es auch schon. Die Geschichte drumherum, die Marissa Meyer gewoben hat, ist viel größer und faszinierender. Überhaupt die ganze Welt! Angefangen bei den Cyborgs über die böse Königin Levana, die böse Pläne schmiedet und auf dem Mond lebt... solch ein Konzept ist mir noch nie untergekommen, und es hat mich komplett in den Bann gezogen. Ein Hoch auf originelle Ideen!
Cinder als Protagonistin ist ebenfalls ein sehr cooles Mädchen, das muss man ihr lassen. Sie versucht, es ihrer Familie irgendwie recht zu machen, obwohl sie andauernd schlecht behandelt wird. Die Ausnahme ist ihre kleine Schwester Peony, die als Einzige - neben dem Android Iko - freundlich zu ihr ist. Deshalb dramatisiert sich die Situation, als Peony ebenfalls an der Pest erkrankt, und man fühlt wirklich mit Cinder mit. Sie ist ein toughes Mädchen, das dennoch Angst hat, wegen ihres Daseins als Cyborg verurteilt zu werden (was leider oft genug geschieht). Dadurch wird sie zu einer besonderen Protagonistin, die man gar nicht mehr loslassen möchte.
Auch die Beziehung mit dem Prinzen Kai, die sich natürlich anbahnt, ist ganz anders als man sie kennt, und geht ganz sicher nicht so aus, wie man es erwarten würde. Generell ist das ganze Buch gespickt von Wendungen und Höhepunkten, die unmöglich vorausgesehen werden können. Ich musste mich beherrschen, das Buch nicht in einem Rutsch durchzulesen - es hat aber kaum länger als drei Tage gedauert. Marissa Meyer hat eine simple, schöne Art zu erzählen, und sie schlüpft in verschiedene Perspektiven (nicht zuletzt in die von Prinz Kai - fast meine Lieblingssicht!). Diese machen die Geschichte noch spannender, noch abwechslungsreicher, als sie es ohnehin schon war.
Das Ende des Buches... nun, so viel sei gesagt: es kam wieder absolut unerwartet. Es war sogar ein kleines bisschen unbefriedigend, insbesondere angesichts der Tatsache, dass jedes Buch der Reihe von einem anderen Märchen inspiriert ist. Die gute Nachricht? Cinder und Kai werden auch in den Folgebänden auftauchen. Na, dann kann's ja nur gut werden!
Es ist offensichtlich. Ich habe mich Hals über Kopf in Cinder verliebt und kann den Hype definitiv verstehen. Das Buch ist meinen hohen Anforderungen gerecht geworden, und ich werde definitiv nach den Folgeteilen greifen. Marissa Meyer ist eine Meisterin im Weltenbau! (Und schreiben kann sie auch.)

Fazit
Wenn man mich fragt, wird Cinder dem Hype nur gerecht. Die Welt, die Charaktere, der Schreibstil stimmen einfach - ein fantastischer Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht!

Titel: Cinder
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Penguin Books (UK)
Reihe: 1/4
Preis: ca. 8,90€

Dienstag, 5. Januar 2016

[talk about books] Neuerscheinungen 2016

Frohes neues Jahr, liebe Leser!

Weil ich fest entschlossen bin, eine Tradition daraus zu machen, werde ich auch dieses Jahr über Neuerscheinungen sprechen, auf die ich mich sehr freue.
An der Stelle ein Geständnis: Ich habe nur zwei der fünf Bücher von letztem Jahr (bisher) gelesen. Das wird allerdings noch nachgeholt! Zumindest die Silber-Reihe und die Night School Bücher werde ich noch abschließen.
Jetzt aber zurück zu diesem Jahr.

Gleich im Februar erscheint ein Buch, das meiner Meinung nach viel zu sehr unterschätzt wird. Generell wird dieser Autorin nicht annähernd die Aufmerksamkeit entgegen gebracht, die sie verdient. Hierbei handelt es sich um Riders von Veronica Rossi, der Frau, die auch die Gebannt-Trilogie geschrieben hat (hier ist die Rezension zu Band 1), einer absolut FANTASTISCHEN Trilogie. Ihr seht, meine Erwartungen sind hoch.
Hier die Zusammenfassung von Riders:
For eighteen-year-old Gideon Blake, nothing but death can keep him from achieving his goal of becoming a U.S. Army Ranger. As it turns out, it does.
Recovering from the accident that most definitely killed him, Gideon finds himself with strange new powers and a bizarre cuff he can’t remove. His death has brought to life his real destiny. He has become War, one of the legendary four horsemen of the apocalypse.
Over the coming weeks, he and the other horsemen—Conquest, Famine and Death—are brought together by a beautiful but frustratingly secretive girl to help save humanity from an ancient evil on the emergence.
They fail.
Now—bound, bloodied, and drugged—Gideon is interrogated by the authorities about his role in a battle that has become an international incident. If he stands any chance of saving his friends and the girl he’s fallen for—not to mention all of humankind—he needs to convince the skeptical government officials the world is in imminent danger.
But will anyone believe him? Quelle
Warum ich so fasziniert von einer Geschichte über die Horsemen bin? Nun, dieses Thema wird bereits in Supernatural, einer meiner liebsten TV-Serien aufgegriffen, und das auch noch als Buch, geschrieben von einer meiner Lieblingsautorinnen?! Awesome.
Kann ich Riders bitte JETZT schon haben?

Erscheint: Februar 2016

Und auf Neuerscheinung Nummer 2 habt ihr alle ebenfalls gewartet, nicht wahr? Natürlich geht es hierbei um die fabelhafte Cassandra Clare, die endlich, endlich endlich endlich einen neuen Reihenauftakt rausbringt. 
Ich spreche von Lady Midnight, einem Buch, das nach The Mortal Instruments spielt. Deshalb kann folgende Zusammenfassung auch Spoiler enthalten:
It’s been five years since the events of City of Heavenly Fire that brought the Shadowhunters to the brink of oblivion. Emma Carstairs is no longer a child in mourning, but a young woman bent on discovering what killed her parents and avenging her losses.
Together with her parabatai Julian Blackthorn, Emma must learn to trust her head and her heart as she investigates a demonic plot that stretches across Los Angeles, from the Sunset Strip to the enchanted sea that pounds the beaches of Santa Monica. If only her heart didn’t lead her in treacherous directions…
Making things even more complicated, Julian’s brother Mark—who was captured by the faeries five years ago—has been returned as a bargaining chip. The faeries are desperate to find out who is murdering their kind—and they need the Shadowhunters’ help to do it. But time works differently in faerie, so Mark has barely aged and doesn’t recognize his family. Can he ever truly return to them? Will the faeries really allow it? Quelle
Mehr Schattenjäger! Mehr Cassandra-Clare-Fabelhaftigkeit!! Und für alle, die nur auf Deutsch lesen, habe ich auch eine gute Nachricht: Lady Midnight wird nur zwei Monate später bei Goldmann erscheinen! (Und sie haben das tolle Cover beibehalten!)

Erscheint: 8. März 2016

Und bevor der Post hier ausartet, gibt es ein paar weitere Bücher, die mich interessieren, im Schnelldurchlauf:
Laini Taylor, die Autorin der Daughter of Smoke and Bone Bücher, bringt nach einer (gefühlt) langen Zeit eine neue Reihe raus, beginnend mit Strange the Dreamer, erscheint September 2016.
Und Marissa Meyer (ich habe erst Cinder gelesen, Rezension folgt noch!), die Autorin von The Lunar Chronicles bringt eine neue Märchenadaption raus: Heartless.

Na, da freut man sich doch auf 2016!
Was sind denn die Neuerscheinungen, auf die ihr euch ganz besonders freut?!

Donnerstag, 31. Dezember 2015

[talk about books] GOODBYE 2015

Was für ein Jahr!
2015, das Jahr, in dem ich vollends wieder das Bloggen und somit auch amoureux des livres aufnahm. Der Blog war und wird immer mein Baby sein, und ich werde so bald bestimmt nicht damit aufhören. (Ich meine, er existiert jetzt schon seit über drei Jahren! Drei Jahre!)
Wahrscheinlich seid ihr schon ganz genervt von den Jahresrückblicken, aber mir kribbelt es immer in den Fingern und es macht mir richtig Spaß, einen Blick auf die letzten paar (Lese)Monate zu werfen. Deshalb saß ich seit heute Morgen an den Vorbereitungen für diesen Post - ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen! Lasst mir ruhig euer Lesejahr 2015 in den Kommentaren! :)

Mein Ziel für 2015? 50 Bücher lesen, darunter die 11 Bücher der "Schwert der Wahrheit"-Reihe von Terry Goodkind.
Um es vorweg zu nehmen: ich habe 9 von 11 Büchern gelesen (das sind zähe, endlos erscheinende Brocken... glaubt mir), doch heute Nachmittag, vor ungefähr zwei Stunden, habe ich tatsächlich Buch Nummer 50 vollendet! :D Ich glaube, so knapp war's noch nie. Aber geschafft ist geschafft!
Ich habe im Jahr 2015 also 50 Bücher gelesen, darunter ganze 20 englische (und zwei französische, um genau zu sein), auf die ich besonders stolz bin. Das kann ruhig so weiter gehen!
Insgesamt waren das 25417 Seiten, das macht im Durchschnitt 508,34 Seiten pro Buch - was vermutlich auch erklärt, warum diese 50 Schmöker eine Punktlandung waren :D Das längste Buch dabei war Die Schwestern des Lichts von Terry Goodkind mit 1316 Seiten. Meine durchschnittliche Bewertung war 4,0 (obwohl ich rückblickend ein paar schlechter bewertet hätte ;)).
Wenn ihr Details wollt, könnt ihr gerne meine Goodreads-Challenge ansehen.
Ich bin also, um es auf den Punkt zu bringen, sehr zufrieden.

Fangen wir zuerst mit meinem "Augenschmaus" 2015, also dem Buch mit dem schönsten Cover, an.
Dabei konnte ich mich gar nicht erst auf ein Buch festlegen - daher gibt's jetzt zwei für euch.
Das schöne, weiße Cover und generell die minimalistische Aufmachung von Speechless hat mich beeindruckt, und mich dazu gebracht, einen zweiten Blick auf das Buch zu werfen.
The Martian hingegen war ein reiner Coverkauf. Ich meine, das Buch wollte ich sowieso lesen, aber ich wollte UNBEDINGT diese Ausgabe. Ich kann mir nicht genau erklären, warum, aber ich finde sie einfach unglaublich schön!
Und wisst ihr, was das Beste ist? Beide Bücher sind lesenswert. Also stimmen sowohl die inneren als auch die äußeren Werte. :D

"Wortkünstler" 2015 ist ein Buch, das mich dieses Jahr mit seiner besonders schönen bzw. außergewöhnlichen Sprache begeistert hat. In diesem Fall ist das We Were Liars (obwohl Dreams of Gods and Monsters auch ein heißer Favorit war.)
We Were Liars beeindruckt nicht mit Schachtelsätzen, sondern kurzen, prägnanten Wortaneinanderreihungen, die sich ins Herz schleichen und nicht mehr loslassen. 
Auch wenn das Buch mich im Großen und Ganzen nicht umgehauen hat, so ist doch die besondere Sprache etwas, das mir sehr gut in Erinnerung geblieben ist.
Für all die Wortliebhaber unter euch also eine Empfehlung!


Über die folgenden Bücher habe ich bereits sehr, sehr oft gesprochen, und da es in der Reihe noch drei weitere Bände gibt/geben wird, werde ich noch einige weitere Male darüber sprechen. Ich hoffe, ihr könnt es noch hören.
Natürlich geht es um die Throne of Glass Bücher, die, um ehrlich zu sein, genauso gut zu meinen Lieblingen, zu den Wortkünstlern und zu den wunderschönen Covern gezählt werden können - aber wir wollen es ja mal nicht übertreiben.
Besonders beeindruckend finde ich aber immer noch die Charaktere - jeder einzelne von ihnen ganz besonders facettenreich, menschlich, so komplex geschaffen. Und wie sich meine Babys erst entwickeln!
Bevor es noch subjektiver wird: Sarah J. Maas, Sie sind einfach ein Genie!

Ich habe ganz schön lange nach einem Begriff für mein Anti-Lieblingsbuch gesucht und bin schließlich auf "Desaster" gestoßen - und ich meine das keinenfalls so krass, wie es sich erst einmal anhört. Ich meine damit schlichtweg ein Buch, das auf einer gewissen Ebene für mich (!) nicht funktioniert hat. Zu meiner Überraschung hatte ich dieses Jahr aber kein Buch, das richtig schlecht für mich war, sondern eher ein paar drei-Sterne-Bewertungen (und eine zwei-Sterne-Bewertung für Homo Faber, ups). 
Ein Buch, das mir aber noch besonders in Erinnerung geblieben ist, ist Hellhole. Die Gründe dafür sind einfach recht simpel: es besitzt zwar eine schöne Grundidee, doch die Ausarbeitung ist einfach unglaublich chaotisch! 
Bei dem Buch habe ich mich von Seite zu Seite geschleppt, und das ist wirklich etwas, was ich überhaupt nicht leiden kann. Deshalb gehört Hellhole dieses Jahr zu meinen "Desastern".


Wer die Rezension letzte Woche gelesen hat, der hat es vielleicht bereits geahnt. Zwei Wochen vor Jahresende habe ich ein Buch gelesen, das mich komplett umgehauen hat, das selbst die Throne of Glass-Bücher von ihrem Glasthron gestoßen hat.
Carry On von der lieben Rainbow Rowell hat mich einfach von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt.
Die Geschichte von Simon und Baz ist lustig, abenteuerlich, romantisch und macht einfach... Spaß. So viel Spaß, dass ich gar nicht wollte, dass es zu einem Ende kommt, dass ich am liebsten noch zehn Bücher von den beiden lesen würde.
Ein grandioses Werk, wenn man mich fragt - und mein absolutes Highlight 2015!



Da wir in wenigen Stunden das Jahr 2016 einläuten, will ich euch natürlich auch meine neuen Ziele nicht vorenthalten - die allerdings, um ehrlich zu sein, relativ simpel gehalten sind.
In 2016 möchte ich zuallererst die "Das Schwert der Wahrheit"-Reihe beenden (endlich!) und allgemein wieder 50 Bücher lesen, gerne auch zahlreiche im Original, weil Englisch einfach eine unglaublich schöne Sprache für mich ist.

Damit wüsche ich euch allen einen guten Rutsch in das nächste Jahr und eine Menge gute Bücher!
Und, bevor ich es vergesse - herzlichen Dank für all die Kommentare, Likes und Follows, die ihr dem Blog geschenkt habt; ich habe mich über jedes einzelne gefreut!